Gründung der neuen SG Elbert/Horbach

In ihren Adern fließt grünes und blaues Blut, im Herzen lieben sie die Derbys, der Kopf aber hat ihnen gesagt: Wollen wir die Zukunft erfolgreich gestalten, sind wir gemeinsam stärker! Deshalb fusionieren die bisherige SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen und die Spvgg. 1920 Horbach e. V. zur neuen Saison, werden ab Sommer als SG Elbert/Horbach in der Kreisliga B und der Kreisliga C mit zwei Seniorenteams an den Start gehen.

„Wir als SG Elbert hatten am Ende der vergangenen Saison massive Unruhen, haben uns in diesem Zuge dann auch sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, ob eine Fusion mit Horbach Sinn machen könnte“, sagt Ingo Zink, Vorsitzender des SV Niederelbert. Der bisherigen SG haben neben Niederelbert auch der SV Oberelbert, der SV Welschneudorf und der FSV Stahlhofen angehört. Erste Gespräche zwischen Elbert und Horbach fanden bereits im Mai 2018 statt.

„Wir haben uns ergebnisoffen mehrfach in einem Verhandlerteam mit Vertretern aller Vereine mit der Frage beschäftigt, ob eine Fusion Sinn macht“, sagt Zink. In den Treffen wurden viele Fragen gestellt, Prozesse analysiert, die bisherige SG beleuchtet. „Der Standort Horbach hat viele Vorzüge, wir haben einen großen Spielerkader. Beide Standorte verfügen über gewachsene Infrastruktur. Wir haben uns mit Bedacht angenähert, zuvor Selbstverständliches noch einmal hinterfragt und am Ende einen Vertragsentwurf zur Abstimmung vorgelegt. Heute können wir sagen: Wir bringen mit der SG Elbert/Horbach das Beste aus zwei Welten zusammen.“

Wichtig ist der neuen Spielgemeinschaft, dass man mit einer Stimme spricht. Beim Pressetermin sitzen Vertreter aller Vereine mit am Tisch. Berty Simon (SV Welschneudorf) unterstreicht, dass er die Vision einer gemeinsamen SG schon lange im Kopf hatte. „Zumal wir ja diese Zusammenarbeit im Jugendbereich als JSG Elbert gemeinsam mit Horbach schon seit vielen Jahren leben.“ Beim FSV Stahlhofen hatte man die Mitglieder über die Fusion entscheiden lassen - das Votum fiel klar pro neuer Spielgemeinschaft aus. „Wir sehen klar die Vorteile einer Zusammenarbeit“, unterstreicht Vorstandsmitglied Andreas Hahn. Und auch Werner Schönberg (Vorsitzender) und Sebastian Dahlem (Abteilungsleiter) vom SV Oberelbert unterstreichen: „Die SG gibt uns auch mit Blick auf die Infrastruktur und die Perspektive für die Spieler aus der Region neue Möglichkeiten.“

Sowohl Horbach als auch die bisherige SG Elbert hatten früh die Spieler in ihre Planungen mit eingebunden. Die Aktiven waren sofort Feuer und Flamme für die Fusion. Bereits 44 Spieler haben für die neue Saison zugesagt. Perspektivisch will man auch im Jugendbereich zukünftig noch stärker versuchen, besonders in der A- und B-Jugend die Spieler auf die Spielweise der Seniorenmannschaften vorzubereiten.

„Zur neuen Saison kommen alleine sechs Spieler aus der A-Jugend in die Seniorenteams“, sagt Horbachs Vorsitzender Jonas Höhler. Standen die Jugendspieler früher oft vor der Frage, für welchen Verein sie zukünftig auflaufen sollen, finden sie ab jetzt eine starke Perspektive in der neuen SG. „Wir fusionieren nicht, weil wir mit dem Rücken zur Wand stehen und es müssen“, unterstreicht Höhler. „Wir wollen frühzeitig die Weichen stellen, um den Jugendlichen aus unseren Ortschaften zukünftig EIN Ziel aufzuzeigen. Es gab in den Verhandlungen nicht einen großen Streitpunkt, dennoch bringen wir hier zwei Welten zusammen. Denn wir alle haben auch die Derbys und die Konkurrenz immer geliebt.“

Für die Neuausrichtung der SG wurden auch frühzeitig Gespräche mit den beiden Trainern René Reckelkamm (Horbach) und Stefan Waßmann (Elbert) geführt. „Beide werden bis zum Ende der Saison alles geben. Zur neuen Saison starten wir dann aber mit zwei neuen Trainern das Projekt SG Elbert/Horbach.“ Gespräche mit Trainerkandidaten werden bereits geführt, im März möchte die neue SG Vollzug melden.

Die SG Elbert/Horbach wird zukünftig auf allen fünf Plätzen der beteiligten Vereine ihre Heimspiele austragen. Die neuen Vereinsfarben sind blau und grün. Ein neues Logo sowie die Trikots werden derzeit entworfen. Fest steht bereits die sportliche Ausrichtung: „Wir wollen natürlich ambitioniert sein und die erste Mannschaft wieder in die A-Klasse führen. Das muss nicht gleich in der ersten Saison gelingen, ist aber unser klares Ziel“, sagt Höhler. „Und wir möchten frühzeitig die Menschen mitnehmen aus unseren Ortschaften. Es gilt, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die Leute sollen spüren: Da tut sich was! Das, was wir jetzt umsetzen, funktioniert nicht nur im Nachwuchsbereich bei der JSG, wir können auch bei den Senioren als SG richtig viel bewegen.“

Das Foto zeigt die neuen SG-Partner (von links): Sebastian Dahlem (Abteilungsleiter Fußball SV Oberelbert), Jonas Höhler (Vorsitzender Spvgg Horbach), Ingo Zink (Vorsitzender SV Niederelbert), Werner Schönberg (Vorsitzender SV Oberelbert), Andreas Hahn (Vorstand FSV Stahlhofen), Berty Simon (Vorsitzender SV Welschneudorf).